Hinweise zum Umgang mit Poranit-Produkten


Spanabhebende Bearbeitung:

          Beim Planfräsen sollte im Gegenlauf von der Außenkante hin zur Halbzeugmitte geschnitten werden. Es                              empfiehlt sich, dort aufzuhören, wo eine weitere Einfräsung in das Material bevorsteht.

Auskofferungen sollten zum Rand mitläufig und zur Mitte gegenläufig gefahren werden.


Als Faustregel gilt:


Innenkonturen fräsen Sie mit Vorteil im Uhrzeigersinn, Außenkonturen jedoch entgegen dem Uhrzeigersinn.


Die ideale Kombination für Aluminiumfräswerkzeuge ist ein Zweischneider mit aggressivem Anschliff und groß dimensionierten Spannuten. Die Schnittgeschwindigkeit sollte im Idealfall vc = 439m/min betragen.

Keine Schneid- und Bohremulsionen verwenden!


Klebefügung:

Obwohl wir mit einer Plattengröße von bis zu 1200 x 800mm für die meisten Anwendungen eine ausreichende Abmessung anbieten, können unsere Halbzeuge auch darüber hinaus vertikal verbunden werden. Ferner wird Poranit oft als Segment in große Formen partiell eingesetzt. Gerade bei der Vakuumspanntechnik sind beim Kunden vor Ort Verklebungen erforderlich. Dazu bieten wir unseren praxiserprobten Klebstoff PORANIT K2 an.

Eine Dauertemperaturbeständigkeit  von 180°C, eine enorme Schlagzähigkeit und eine Härte, die der unserer Poranit-Produkte entspricht, zeichnet diesen Klebstoff aus. 

Wir beraten Sie gerne!

Die Spaltbreite beträgt  <55µm und zeichnet sich in der Regel nicht in der Folie ab. 





Mechanische Bearbeitung:

Alle Poranit-Produkte sind schleif- und polierbar. Die Porosität wird durch Zerspanung, Schliff und Politur nicht eingeschränkt. Bei der Politur ist nur wenig Wachs zu verwenden. Poranit mit Aluminiumfüllstoff ist wie herkömmliches Aluminium zu bearbeiten. Es gelten alle DIN-Normen für Gewindeschnitte und Kernlochgrößen. Da Poranit porös ist, ergeben sich aufgrund der geringeren Dichte niedrigere Festigkeiten. Deshalb sollten Schraubverbindungen, die als mehrfach lösbar angedacht sind, mit Gewindehülsen versehen werden. 
Treten Scher- oder Biegekräfte in der Fläche einer verschraubten kraftschlüssigen Verbindung auf empfehlen wir Langlöcher in Richtung der wirkenden Kräfte. Als Drehmoment empfehlen wir die Hälfte der gängigen Vorspannkräfte und Anziehmomente, die für Aluminium gelten.

Poranit-ES und Poranit-ST sind spröder, härter und haben eine mehr als doppelt so hohe Dichte.
Mechanische Belastungen ergeben sich dort ausschließlich in Form pneumatischen Drucks auf einer definierten Fläche. P-ES und P-ST sind Neuentwicklungen. Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich eines dauerhaften Einsatzes liegen noch nicht umfangreich vor. Laborwerte folgen in Kürze.

Alle Angaben ohne Gewähr.